Adventskonzerte 2026 – Sternenklänge
Begeben Sie sich mit dem sinfonischen Blasorchester der Stadtmusik Lörrach auf eine musikalische Reise zu Sternen, Planeten und fernen Galaxien. Unter der Leitung von Phillip Boyle verbindet das Adventskonzert festliche Musik mit faszinierenden Klängen rund um den Nachthimmel. Auf dem Programm stehen Werke von Aaron Perrine, Tomás Luis de Victoria, Julie Giroux und Daniel Muck sowie bekannte Filmmusik aus Star Wars, Skyfall und Orions Belte.
Samstag, 5. Dezember 2026, 11:00 Uhr
Dienstag, 15. Dezember 2026, 20:00 Uhr
Kirche St. Bonifatius
Programm
Aaron Perrine
Tears of St. Lawrence
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Tomás Luis de Victoria, arr. Tim Ferrier
O Magnum Mysterium
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Julie Giroux
Journey through Orion
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Filmstars-Suite:
Geir Bøhren, Bent Åserud, arr. Idar Torskangerpoll
Svalbardthema aus „Orions Belte”
John Williams, arr. Robert W. Smith
Across the Stars aus „Star Wars Ep. II”
Adele Adkins, Paul Epworth, arr. Jay Bocook
Skyfall aus „James Bond 007: Skyfall”
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Daniel Muck
Eris – Historia Planetulae
*** am Samstag 5.12. Lesungen von Pfarrerin Gudrun Mauvais und Pfarrer Joachim Giesler
*** am Dienstag 15.12. Advents- und Weihnachtslieder zum Mitsingen
Programmnotizen
Begeben Sie sich mit uns auf eine musikalische Reise zu Sternen und Planeten.
„Die Laurentiustränen” ist der volkstümliche Name der „Perseiden“, eines jährlichen Sternschnuppenstroms, der mit dem Fest des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt. Das Stück schildert eine Sommernacht, in der der Komponist seine fünfjährige Tochter nach Mitternacht weckt, ohne ihr zu verraten, was sie erwartet. Das Mädchen hatte über den Sommer hinweg ein großes Interesse für Astronomie entwickelt und war geradezu besessen davon, eine Sternschnuppe zu sehen. Gemeinsam beobachten sie, wie sich die Perseiden am Nachthimmel entfalten.
In der Renaissance glaubte man an einen allumfassenden Zusammenhang zwischen Astronomie, Natur und Musik. In seinem Werk „Harmonice Mundi“ setzte Johannes Kepler die Bewegungen der Planeten mit musikalischen Tonleitern in Beziehung. Proportionen in der Musik (Intervalle, Tempi oder Taktarten) unterlagen denselben universellen Regeln wie die Sterne am Himmel oder die Struktur eines Baumblatts.
Diese Prinzipien prägten auch Komponisten geistlicher Musik wie de Victoria, der selbst Priester war. In seinen Werken stellt er das Wunder der Geburt Christi durch kunstvoll strukturierte Polyphonie und ausgewogene rhythmische Proportionen dar. Mit ihrem Hintergrund in der Filmmusik versteht sich Julie Giroux in erster Linie als Geschichtenerzählerin, was sich in der Dramaturgie ihrer Werke widerspiegelt. Sie nimmt uns mit auf eine Reise durch den Orion-Komplex, ein Sternentstehungsgebiet aus Molekülwolken, Nebeln sowie jungen und alten Sternen, das sich über das Sternbild Orion erstreckt. Unter anderem durchqueren wir den Orionnebel, der bereits mit bloßem Auge sichtbar ist.
Aus drei Filmmusiken haben wir eine Suite zusammengestellt:
– Im ersten norwegischen Actionfilm „Orions Belte“ stehen geopolitische Spannungen auf der norwegischen Arktisinsel Svalbard (Spitzbergen) im Mittelpunkt – ein Thema, das heute erneut an Aktualität gewonnen hat.
– „Across the Stars“ ist das Thema für die verbotene Liebe zwischen Anakin Skywalker (Darth Vader) und Padmé Amidala aus „Star Wars: Angriff der Klonkrieger“.
– „Skyfall“ bezeichnet im Film eigentlich ein Herrenhaus in Schottland. Für unser Konzert nehmen wir den Titel etwas wörtlicher – und nutzen die Gelegenheit, Adeles ikonischen Bond-Titelsong zu spielen.
Der österreichische Komponist Daniel Muck widmet sich Eris, jenem Himmelskörper, dessen Entdeckung maßgeblich dazu beitrug, dass Pluto im Jahr 2005 nach heftigen wissenschaftlichen Debatten seinen Planetenstatus verlor. Der Zwergplanet, eine neue Kategorie, die aus dieser Diskussion hervorging und der nun auch Pluto angehört, ist nach der griechischen Göttin der Zwietracht und des Streits benannt. Eris ist fast so groß wie Pluto, benötigt jedoch 557 Erdjahre für einen Umlauf um die Sonne. Seine Oberfläche ist von Schnee und Eis bedeckt.
Phillip Boyle, Dirigent



